Unsere Ziele:

Die Arbeitsgemeinschaft der Rotmilanfreunde Lippe im Naturwissenschaftlichen und historischen Verein für das Land Lippe e.V. stellt in diesem Blog ihre Arbeit vor. In Lippe befindet sich ein Dichtezentrum der Rotmilanverbreitung. Die lippischen Rotmilane werden kartiert und erforscht, um einen optimalen Schutz zu ermöglichen.

Donnerstag, 22. September 2016

Impressionen am Sammelplatz

Heiko und ich sind jetzt regelmäßig am Sammelplatz Mossenberg-Wöhren. Frühmorgens, kurz nach Sonnenaufgang, zeigen sich hier mehr als 20 Rotmilane. Unter ihnen sind auch mehrere Flügelmarkenmilane. Manchmal sind es alte Bekannte, die wir in diesem Jahr schon einige Male gesichtet haben, ein anderes Mal sehen wir sie zum ersten Mal nach der Beringung. Die nachfolgenden Fotos sind während der letzten beiden Tage aufgenommen worden.


Drei diesjährige Jungmilane unter sich
Gemeinsamer Aufbruch zu den Nahrungsflächen
Rotmilan A3 aus Wehren, Geburtsjahr 2014 verschwindet aus dem Blickfeld
Drei Flügelmarkenmilane im Rastbaum
Rotmilan 8D aus Belle, Geburtsjahr 2015
Rotmilan 6A, Geburtsjahr 2014 aus Großenmarpe auf Nahrungssuche


 
 
 
 

Montag, 19. September 2016

Montagmorgen

Auch heute früh zum Wochenstart waren Heiko und ich wieder auf der Suche nach "unseren" Rotmilanen. Die schöne Wetter der letzten Wochen ist vorbei, der Wind hat auf Norden gedreht und es ist merklich kühler geworden. Es dauert eine Weile, bis wir das erste Mal fündig werden. Bei Donop sammeln sich seit Wochen regelmäßig Rotmilane auf den Masten einer Überlandleitung. Heute morgen besteht der Trupp sogar aus acht Individuen, aber leider ist keiner mit Flügelmarken dabei. Erst später, bei Mossenberg, entdeckte ich in einer Birke einen markierten Rotmilan. Es ist F8, den wir bereits Ende August zusammen mit weiteren Milanen bei Siebenhöfen gesichtet haben. Heute aber ist er alleine.

Trupp von Rotmilanen bei Donop
Rotmilan F8 bei Mossenberg

Freitag, 9. September 2016

Frust und Freude

Frust und Freude liegen bei der Beobachtung von "unseren" Rotmilanen oft ganz dicht bei einander. Gestern gelang mir bei vier fliegenden Individuen nicht eine einzige korrekte Ablesung der Flügelmarken. Darüber war ich natürlich nicht glücklich. Auch wenn die Ablesung von Rotmilanen im Flug zweifelsohne zu den schwierigen Unterfangen gehört. Das ist bei rastenden Individuen in der Regel viel einfacher, ob mit Spektiv, Fernglas oder Fotokamera. Im Gegensatz zu gestern sollte meine Stimmung heute wieder deutlich besser werden. Trotz schlechter Sicht gelang mir am frühen Morgen bei Talle der Nachweis von Rotmilan D6. Es war die erste Beobachtung seit seiner Beringung. Der Rotmilan ist 2016 bei Lieme in einer Dreierbrut zur Welt gekommen. Er hält sich hier vermutlich seit einigen Tagen in einer Schlafgemeinschaft von fast 10 Rotmilanen auf. Mit dieser Sichtung war mein Frust von gestern verflogen. Einen weiteren "unserer" Rotmilane konnte ich wenig später bei Donop entdecken. Dort saß C8 zusammen mit drei weiteren Rotmilanen auf einem Überlandleitungsmasten. Dieser Milan ist 2014 in der Nähe von Bad Meinberg zusammen mit zwei weiteren Küken groß geworden. C8 hat inzwischen bei Belle sein Revier. Ein Brutversuch in diesem Jahr ist leider nicht erfolgreich gewesen. Nach diesen zwei Beobachtungen bin ich also gut gelaunt ins Büro gefahren.

Rotmilan D6 thront auf einem Ast
Rotmilangruppe mit C8

Donnerstag, 8. September 2016

Kiebitzzug

Für unseren Lippischen Rotmilanfreund ist der Kiebitz ein toller Vogel. Gestern konnte er in der Nähe der Zuckerteiche Lage einen Trupp rastender Kiebitze beobachten. Jetzt im September sind viele Kiebitze auf dem Zug ins Winterquartier. Wie der Rotmilan überwintert auch der Kiebitz in Spanien und Frankreich. Die Zuckerteiche sind für viele Vögel ein wichtiger Rastplatz auf dem Zugweg. Hier sind sie ungestört und finden ausreichend Nahrung, die für den Zug ins Winterquartier lebensnotwendig ist. An den Zuckerteichen sind im Herbst auch ziehende Rotmilane zu beobachten.

Rastende Kiebitze

Montag, 5. September 2016

Teilen

Überlandleitungsmasten sind in diesen Tagen begehrte Sammelplätze. Manchmal muss man sie aber mit anderen teilen. Oft sind es Ringeltauben, Stare oder Rabenkrähen, die neben den Rotmilanen zu sehen sind. Dann herrscht meistes friedliches Miteinander. Wer aber lieber alleine sein möchte, findet auch hierzu viele Gelegenheiten.
 
Gemeinsames Rasten von Rotmilanen und Rabenkrähen
Hier mit mehr Abstand...
 ...oder man bevorzugt individuales Rasten

Donnerstag, 1. September 2016

Rotmilan "Mila" trifft 7J

Vor zwei Tagen konnte ich frühmorgens zwei "unserer" Flügelmarkenmilane bei Großenmarpe entdeckten. Sie hatten sich gemeinsam die Kronenspitze eines Baumes als Rastbaum ausgesucht. Zu der Rotmilandame "Mila" mit dem Flügelmarkencode G3 hatte sich der Jungmilan 7J gesellt. Dieser ist 2016 bei Donop in einer Dreierbrut zur Welt gekommen. Eines der beiden Geschwistervögel ist  aus den Horst gefallen und am Erdboden vermutlich einem Fuchs oder Waschbär zum Opfer gefallen. Lediglich einige Federn und die beiden Flügelmarken habe ich bei einer Brutplatzkontrolle in der näheren Umgebung des Horstbaumes gefunden. Mich freut es daher umso mehr, dass es 7J gut geht und er jetzt selbständig ist.


Rotmilane G3 und 7J...
... gemeinsam rastend

Freitag, 26. August 2016

Rotmilan F8 in Siebenhöfen

Am langjährigen Schlafbaum in Siebenhöfen, nahe der vielbefahrenen Bundesstraße 1 zeigte sich erstmals in diesem Jahr Rotmilan F8. Er stammt aus dem Beller Holz und ist 2015 in einer Dreierbrut zur Welt gekommen. Die Birke wird schon seit einigen Jahren regelmäßig als Schlafplatz von Rotmilanen im Spätsommer genutzt. Neben den Rotmilanen sieht man hier gelegentlich auch Schwarzmilane. So auch gestern, als uns die Beobachtung von F8 gelang. Die Schwarzmilane befinden sich zur Zeit auf dem Zug ins Winterquartier. Die meisten von ihnen verbringen die kalte Jahreszeit in Afrika, aber in den letzten Jahren bleiben immer mehr Schwarzmilane in Spanien oder Frankreich. Auch hierhin zieht es in wenigen Wochen "unseren" Rotmilan F8. Vielleicht hat er sich in den letzten Tagen auch im elterlichen Revier aufgehalten. Seine Geburtsstätte und der Schlafbaum liegen nur knapp 5 Kilometer von einander entfernt.

Jungmilan F8 am Schlafbaum
Rot- und Schwarzmilane am Schlafbaum